Der Scanner: fuenf Modi fuer fuenf Jobs
Receiving, Lookup, Warehouse, Testing, Outbound - und warum der Kamera-Fallback fuer Safari existiert.
Der Scanner ist die am häufigsten genutzte Oberfläche in einem Warehouse, das auf ReVend OS läuft. Gleichzeitig muss er auf der schlechtesten Hardware funktionieren — einem fünf Jahre alten Android-Tablet, einem geliehenen iPad, einem USB-Wedge-Scanner am Desktop in der Receiving Bay. Er muss also flexibel sein: Tastatureingabe, Kameracapture, USB Wedge, alles aus derselben Komponente.
Die fünf Modi
Receiving — Seriennummer oder Label eines inbound asset scannen, und der Scanner sucht es gegen die offene inbound order. Gefunden? Es wird eingecheckt. Nicht gefunden? Es erscheint ein “create asset”-Formular, vorbefüllt mit dem Kontext der inbound order. Das ist der Modus, der am Dock den ganzen Tag läuft.
Lookup — alles scannen: eine asset UID, einen Pallet Barcode, ein rack-position label. Der Scanner zeigt, was das System über dieses Objekt weiß. Genutzt für “was ist das und wohin gehört es?” — die Frage, die in jedem Warehouse hundertmal am Tag gestellt wird.
Warehouse — Quellposition scannen, Zielposition scannen, die Assets werden bewegt. Genutzt für rack-to-rack moves, pallet-to-rack moves und die Warehouse-Choreografie, bei der der Scan selbst zum Handoff wird.
Testing — Seriennummer eines Assets scannen, zur Testing Detail Page dieses Assets springen. Tester nutzen das, um eine Queue abzuarbeiten, ohne jedes Mal durch die Listenansicht zu gehen.
Outbound — ein Asset gegen eine Pick List scannen. Bestätigt, dass das richtige Asset zur richtigen outbound order geht, und verhindert den Käuferanruf “ihr habt die falsche Serial verschickt”.
Kamera-Fallback
Kameracapture hängt von Browserrechten, Gerätekameras und WebRTC-Support ab. Manchmal verweigert der Browser den Kamerazugriff. Manchmal gewährt er Zugriff, aber der Videostream hängt. Manchmal denkt der Browser, die Seite sei in einem Tab, den der User nicht ansieht, obwohl er das sehr offensichtlich tut.
Der Kamera-Fallback ist für diese Tage da. Wenn der Scanner erkennt, dass der Browser die Kamera nicht öffnen kann (oder will), schaltet er in einen Tastatureingabemodus mit explizitem “wedge hint” — die Seite erwartet dann einen USB-Wedge-Scanner oder manuelle Eingabe, und der Cursor bleibt auf dem Eingabefeld fokussiert, egal wohin der User klickt. Der Fallback zeigt außerdem eine Two-Color Compliance UI, damit der Operator sofort sieht, ob der Scan in “bereit” oder “Prüfung nötig” gelandet ist — wichtig, wenn der kamerafreie Modus am Dock genutzt wird und der Operator keine Zeit hat, drei Statuszeilen zu lesen.
Code128 auf Rack-Labels
Rack-position labels werden als Code128 gedruckt, der lineare Barcode-Standard, den USB-Wedge-Scanner und Telefonkameras zuverlässig dekodieren. Das Drucktemplate ist in den Warehouse Settings eingebaut — Labelbogen drucken, Labels auf die Racks kleben, und jeder Scanner kann sie lesen. Keine proprietäre Symbologie, kein Hardware-Lock-in, keine Überraschung, wenn jemand 2027 den Labeldrucker austauscht und der neue das alte Format nicht spricht.